Archiv der Kategorie: Radfahren

Wie reagieren Städte auf COVID-19?

Der Corona-Virus hat sich in den letzten Monaten über die ganze Welt ausgebreitet. Überall ist die Bevölkerung angehalten, Abstand zueinander zu halten. Öffentliche Verkehrsmittel werden gemieden, Radfahren boomt. Es ist interessant zu beobachten, wie verschiedene Städte auf diese Herausforderungen reagieren. Viele der Maßnahmen die jetzt gesetzt werden, werden vermutlich von Dauer sein und das Mobilitätsverhalten nachhaltig beeinflussen. [...]  weiterlesen

Keine Radinfrastruktur bei neuem Kreisverkehr trotz Hauptradverkehrsnetz

Ich frage mich, wozu es eigentlich ein Hauptradverkehrsnetz in Wien gibt? Grad an einem neu gebauten Kreisverkehr in Meidling an der Grenze zu Liesing vorbeigekommen, der an einer geplanten Hauptradroute liegt (Wundtgasse – Kirchfeldgasse) und an dem (bzw. 40m östlich) noch eine Hauptradroute abzweigt (die Jägerhaustraße nach Norden). Was muss ich sehen? Keinerlei getrennte Radinfrastruktur, obwohl die Straße stark von Kfz-Verkehr belastet ist (immerhin 30km/h beschränkt). Weiters zweigt noch eine Stichstraße nach Süden (die Benyagasse) ab, die zu einer im Bau befindlichen Wohnhausanlage (der Wildgarten) führt, welche in einen Rad- und Fußweg übergeht. [...]  weiterlesen

Radweg Linke Wienzeile

Endlich wird der Radweg in der Linken Wienzeile entlang des Naschmarkts gebaut. Dies ist seit vielen Jahren überfällig – und ich hab das auch schon oft, z.B. auf diesem Blog (2010 und 2017) aber auch in sozialen Medien  gefordert.

Der Wientalradweg ist eine wichtige Verbindung vom Zentrum nach Westen und es ist eine Schande, dass der Anschluss ans Zentrum noch nicht viel früher gebaut wurde. Aber steter Tropfen höhlt den Stein, und langsam macht sich radfreundliche Politik in Wien bemerkbar.

Nun wird nächstes Jahr der Radweg von der Köstlergasse (das derzeitige Ende des Radweges) bis zum Getreidemarkt gebaut. Das ist wichtig und richtig. Allerdings ist der Lückenschluss damit immer noch nicht vollständig, wie ich in diesem Beitrag ausführen werde.

Das Problem ist nämlich, dass am Getreidemarkt nur der Einrichtungsradweg Richtung Karlsplatz (und damit weiter zur Oper) kreuzt, in der anderen Richtung gibt es noch nichts.

D.h. von 6 möglichen Relationen sind nur drei (sinnvoll) möglich:

  • Wiental -> Oper (mit Umweg über Operngasse): JA
  • Oper -> Wiental: NEIN
  • MQ -> Getreidemarkt -> Wiental: JA
  • Wiental -> Karlsplatz: JA
  • Karlsplatz -> Wiental: NEIN
  • Wiental -> Getreidemarkt -> MQ: NEIN (höchstens mit Umweg über Operngasse -> Nibelungengasse)
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    Rad als U4 Schienenersatzverkehr Alternative

    Liebe SPÖ, Grüne, Fahrrad Wien, Radlobby. Wir müssen über Radverkehr im Sommer 2019 reden. Die U4 wird zw. Längenfeldgasse und Karlsplatz eingestellt. Natürlich gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV), aber was ist mit Radverkehr als Ergänzung?
    Größere zusätzliche Kapazitäten kann nur der Radverkehr aufnehmen. Das hat ja bei der U4 Sperre zw. Hietzing und Hütteldorf sehr gut geklappt mit zusätzlichen Radabstellanlagen und Werbung.
    Disclaimer: Einschätzung der Attraktivität / Befahrbarkeit von Straßenabschnitten sind sehr subjektiv und dies hier ist meine private Meinung. Bitte postet eigene Einschätzungen.
    Zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz gibt es drei mögliche Radrouten: der Wientalradweg, die Mollardgasse oder die Margartenstraße. Alle nicht optimal:
    – Wientalradweg: Hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, allerdings fehlt Anbindung ans Zentrum (Linke Wienzeile, beim Naschmarkt). Außerdem während der Bauarbeiten möglicherweise bei der Pilgramgasse (wegen Bau des Linienkreuzes U2/U4) unterbrochen.
    – Mollardgasse: Eine gute Alternative zum Wientalradweg, allerdings fehlt genauso die Anbindung ans Zentrum (Linke Wienzeile, beim Naschmarkt). Interessant wäre die Gürtelquerung zur Ullmannstraße (geplant, siehe Hauptradverkehrsnetz?).
    – Margaretenstraße: Wäre eine gute Radroute, leider teilweise Einbahn (zw. Margartenplatz und Gürtel nur stadtauswärts). Allerdings viel Mischverkehr. Weiterführung via Arndtgasse bis Meidling Hauptstraße.
    Ad Linke Wienzeile: Derzeit Umleitung via Gumpendorfer Straße zum Zentrum: Sehr unattraktiv, weil dichter Autoverkehr. Alternative Kettenbrückengasse – Margartenstraße: Umweg, teilweise Radstreifen neben parkenden Autos.
    Noch sind >1 Jahr Zeit. Zeit den Wientalradweg fertig zu bauen und die Margartenstraße zu öffnen. Dann hätte Wien leistungsfähige Alternativen zur U4. Und möglicherweise nachhaltige Mobilitätsänderungen.
    Noch eine Idee: Zusätzliche Citybikestationen beim Karlsplatz und bei der Längenfeldgasse, damit die Citybikes als zusätzlicher SEV dienen können.

    Zweirichtungsradweg Getreidemarkt

    S.g. Herr Häupl! S.g. Frau Vassilakou! S.g. Magistratsabteilungen! S.g. Mobilitätsagentur!

    Da unser Bürgermeister Michael Häupl noch Änderungen bezüglich des Radweges am Getreidemarkt in den Raum gestellt hat, möchte ich auch noch Verbesserungsvorschläge einbringen.

    Ein großes Problem bleibt nämlich weiterhin bestehen: Die fehlende Verbindung vom Karlsplatz zum Getreidemarkt. Immerhin sind bei der Lehárgasse einige Institute der TU-Wien und das TU-Audimax. Hier könnte alleine ein Potential von mehreren tausend Radfahrten pro Tag bestehen. Auch die Verbindung Naschmarkt -> Museumsquartier / Mariahilfer Straße ist weiterhin nur mit großen Umwegen möglich.

    Mein Vorschlag wäre, statt der Einrichtungsradwege auf beiden Seiten des Getreidemarktes einen Zweirichtungsradweg auf der westlichen Seite zu errichten. Man kann derzeit schon beobachten, dass viele Radfahrende den Einrichtungsradweg am Getreidemarkt (zwischen Naschmarkt und Lehárgasse) in Gegenrichtung benützen. Dieses Problem wird sich mit der Durchgängigkeit bis zum Museumsquartier nur verschlimmern.

    Der Anschluß eines Zweirichtungsradweg an den Karlsplatz bei der Operngasse/Treitlstraße wäre viel einfacher zu realisieren als die Anbindung eines potentiellen Einrichtungsradweg an der Ostseite des Getreidemarktes.

    Auch bei Errichtung der lange ausstehenden Verlängerung des Wientalradweges zum Ring wäre ein Zweirichtungsradweg auf der Westseite des Getreidemarktes sinnvoller.

    Da ein Umbau des Einrichtungsradweges zwischen Naschmarkt und Lehárgasse derzeit wohl nicht zur Debatte steht, wäre eine nicht adäquate aber mögliche Lösung wäre die Umwandlung des bestehenden Einrichtungsradweges in einen Zweirichtungsradweg. Dieser wäre zwar sehr schmal, würde aber dazu führen, dass sich die Radfahrenden die in Gegenrichtung fahren wenigstens korrekt benehmen. Derzeit trauen sich viele nicht so recht und fahren dann so halb am Radweg und am
    Gehweg was zu sehr unangenehmen Situationen führt – vor allem, da ja hier auf Grund des Gefälles recht hohe Geschwindigkeiten gefahren werden. Wenn der Zustand legalisiert würde, würden wenigstens alle korrekt rechts fahren.

    Dann wäre es aber notwendig bei der Kreuzung Getreidemarkt # Lehárgasse ordentliche Aufstellflächen einzuplanen: Sowohl zum Abbiegen in die Lehargasse, als auch zur Querung in Richtung Graumanngasse.

    Ich bitte Sie, die Planungen nochmal zu überdenken.

    danke und grüße,
    Stephan Bösch-Plepelits

    Mail an Grüne Penzing: Cumberlandstraße

    Heute bin ich wieder mal durch die Cumberlandstraße (konkret zw. Einwanggasse und Beckmanngasse) spaziert – was ich sehr depremierend fand. Das könnte nämlich so ein schönes, lebenswertes Strasserl sein. Viele alte Häuser aber auch moderner Wohnbau. Kirche, Bahnhof, Kindergarten – nicht wahnsinnig viel Infrastruktur, aber zumindest ein bisschen. Und da entsteht ja vielleicht was mit dem umgebauten Siemensgelände? Geringer KFZ-Verkehr.

    Der Zustand? Total desolat. Sehr schmale Gehsteige, die noch dazu ganz knapp um vorstehende Häuser herumgewunden sind. Total desolate Gehsteige! Von wegen Barrierefreiheit. Gehsteigparken. Keinerlei Aufenthaltsgelegenheiten.

    Ich finde das schreit nach einer Machbarkeitsstudie, was man aus der Straße machen könnte. Zumindest mal ein paar Mock-Ups. Und vielleicht ein Straßenfest um zu demonstrieren, was man hier machen könnte.

  • Mehrere Aufenthaltsbereiche an Stellen wo ein bisschen mehr Platz ist mit ein bisschen Grün – vielleicht sogar Urban Gardening?
  • Ordentlich breite Gehsteige um Barrierefreiheit zu gewährleisten.
  • Durchgehend Radfahren gegen die Einbahn – das wäre vor allem auch für die AnwohnerInnen selber wichtig.
  • Man sollte auf jedenfall auch noch den Cumberlandstraßen-Teil bis zur Karlingergasse einbeziehen. Da wird ja auch neu gebaut und es gibt das Pfarrzentrum.
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    Konfliktstelle Radweg Operngasse am Karlsplatz

    Noch ein Radkummerkastenbeitrag:

    Prinzipiell finde ich es sehr gut, dass versucht wurde die Situation des Radwegs Operngasse am Karlsplatz zu verbessern. Leider muss man sagen, dass sich die Situation deutlich verschlechtert hat. Die Menge an Abbiegern von Operngasse -> Karlsplatz hat sich kaum verringert (obwohl dort ja jetzt das Abbiegeverbot herrscht), allerdings sind die Autofahrenden mehr gestresst (z.T. weil sie merken, dass sie gar nicht abbiegen dürfen, sich aber nicht zu helfen wissen; außerdem werden sie von den Geradeausfahrenden gestresst, weil sich diese behindert fühlen). Es scheinen viele Autofahrende einfach noch nicht bemerkt haben, dass sie jetzt anders fahren müssen.

    Mir sind verschiedene Möglichkeiten eingefallen die Situation zu verbessern. Ich hoffe, Sie greifen einige dieser Anregungen auf.

  • Radüberfahrt Rot markieren: Die alte Radüberfahrt war rot markiert, dies sollte unbedingt wieder gemacht werden. Derzeit sind die Radfahrenden sehr unsichtbar.
  • Wegweiser auf der Fahrbahn die zum Karlsplatz und/oder Schwarzenbergplatz weisen (so wie die Wegweiser vor der Oper Richtung Graz und Linz). Ev. zusätzlich Überkopf-Wegweiser Richtung Karlsplatz und/oder Schwarzenbergplatz.
  • Bewusstseinskampagnen über Zeitung und Infoscreens: Neue Wegführung am Karlsplatz.
  • Bauliche Maßnahmen um Abbiegen zu verhindern: Schranken oder Poller, die ein Abbiegen während der Grünphase verhindern. (Okay, dieser Vorschlag ist nicht ganz ernst gemeint).
  • Das Abbiegeverbot aufheben, stattdessen getrennte Ampelschaltungen für die Radüberfahrt und den Zebrastreifen sowie für den MIV. (Dieser Vorschlag ist ernst gemeint; meiner Ansicht nach der Einzige, der eine wirkliche Lösung für das Problem darstellt – es bräuchte halt die Wiedererrichtung der Abbiegespur).
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    Neue Gefahrenstelle: Umbau Rechte Wienzeile, Operngasse, Treitlstraße

    Ich hab wieder mal einen Radkummerkastenbeitrag erstellt:

    Ich hab dies bereits in einem Mail an die Mobilitätsagentur bezüglich dem Radweg Getreidemarkt erwähnt, ich möchte jetzt noch einmal explizit darauf eingehen.

    Ich sehe die Planung für die Kreuzungssituation Rechte Wienzeile – Operngasse – Treitlstraße als sehr kritisch. Wenn ich den Plan richtig interpretiere, soll ein Mehrzweckstreifen in der Rechten Wienzeile errichtet werden, der bis auf die Verkehrsinsel geführt wird mit folgender ampelgeregelter Radüberfahrt zur Treitlstraße.

    Die Abbieger Rechte Wienzeile -> Operngasse werden aber diesen Mehrzweckstreifen kreuzen – ungeregelt! Ich verstehe nicht, wie man eine solche Planung machen kann, immerhin kommt es regelmäßig zu schweren bis tödlichen Unfällen zwischen rechtsabbiegenden LKW und Radfahrenden aufgrund der schlechten Sichtmöglichkeiten.

    Ich weiss, dass die Bauarbeiten bald beginnen, aber ich bitte Sie diese Planung noch einmal zu überdenken.

    Eine alternative Möglichkeit wäre:
    Einen (Zweirichtungs-)Radweg statt des ersten Fahrstreifens in der Rechten Wienzeile (dort sind immerhin insg. 4 Fahrstreifen) der mit einer ampelgeregelten Radüberfahrt (schräg) zur Treitlstraße geführt wird. Der zweite Fahrstreifen wird zu einer Rechtsabbiegespur in die Operngasse, der auch ampelgeregelt wird um Konflikte zu vermeiden. Bleiben immerhin noch zwei Geradeausspuren.
    Sie finden diesen Plan im Anhang.

    Der Radweg sollte dann gleich bis zum Naschmarkt geführt werden (Verbindung Karlsplatz -> Naschmarkt ist sehr wichtig, vor allem wenn dann auch der Wientalradweg in der Linken Wienzeile vervollständigt wird).

    Weiters sollte auch ein Zebrastreifen errichtet werden. Vor allem TouristInnen haben oft Probleme vom Karlsplatz zum Naschmarkt zu finden und laufen dann an genau dieser Stelle über die Straße. Der Zebrastreifen kann gemeinsam mit der Radüberfahrt getaktet werden.

    Der Bus in der Kreuzung Getreidemarkt / Rechte Wienzeile sollte Vorgrün bekommen, damit er sich problemlos in der ersten Geradeausspur einordnen kann.

    Für den motorisierten Individualverkehr ist die Situation auch besser als derzeit, da die Kurve zum Abbiegen wesentlich großzügiger ist als derzeit.

    Bitte überdenken Sie diese Situation noch einmal. Und wenn nicht, haben Sie schon eine Planung, wenn sich die aktuelle als Fehler herausstellt. Ich hoffe, dass es zumindest keine Todesopfer bis dahin gibt.

    Stephan Bösch-Plepelits

    Antwort von der Mobilitätsagentur, 25. Juli 2016

    Von der Mobilitätsagentur hab ich genau die gleiche Antwort bekommen, wie auf meine damalige Anfrage zum Getreidemarktradweg generell. Ich fühle mich ein wenig veräppelt.

    Hier der Auszug der für die beschriebene Situation relevant ist:

    Auch beim Angebot eines Radfahrstreifens wird der Radverkehr vom motorisieren Individualverkehr getrennt geführt. Sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer dürfen diesen Streifen der Fahrbahn nicht befahren. [...]  weiterlesen

    Radkummerkasten: Kreuzung Hütteldorfer Straße – Schanzstraße – Schmutzergasse

    Im April 2016 hat die Radlobby Bezirksgruppe Wien15 eine Befahrung der Radroute Schönbrunn – Schmelz durchgeführt, dabei fanden wir bei der Kreuzung Schmutzergasse – Schanzstraße – Hütteldorfer Straße einige Probleme und hoffen, dass diese behebbar sind. Wir hatten auch Ideen für eine alternative Planung, die mit wenigen Maßnahmen umzusetzen ist und die Befahrbarkeit deutlich erhöhen kann.

    Die Radroute Schönbrunn – Schmelz ist eine Basisroute des Wiener Hauptradverkehrsnetzes. Entsprechend gut sollte diese Route auch ausgebaut sein.

    1. Wenn man aus der Schmutzergasse von Norden kommt, muss man sich auf der Schanzstraße auf der Fahrbahn einordnen. Dies ist nicht legal möglich, da man eine Sperrlinie zwischen den Fahrbahnen der Schanzstraße überfahren muss (siehe Abb. 2 und Abb. 3). Der Wegweiser nach Schönbrunn zeigt einfach nach links, nicht-ortskundige werden wohl – aufgrund der Sperrlinie – eher gegen den Einrichtungsradweg auf der Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich fahren. Hier wäre eine zusätzliche Wegweisung für Radfahrende sinnvoll, zum Beispiel eine rote Fläche die vor bis zur Haltelinie zur Hütteldorfer Straße geht.

    2. Bei Ampel-Rückstau in der Schanzstraße ist es oft unmöglich sich einzureihen und man muss auf dem schmalen Mittelstreifen stehen bleiben und warten. Wenn sich der Rückstau in der Grünphase zu bewegen beginnt ist es auch nicht leicht sich einzuordnen, immerhin muss man einen Fahrstreifen queren. Überhaupt ist die Fahrbahn sehr schmal, es gibt nur im vordersten Bereich vor der Haltelinie eine kleine Aufstellfläche für Radfahrende.

    Außerdem kommt es immer wieder zu Konflikten mit PKW die von der Schanzstraße stadteinwärts kommend in die Schmutzergasse abbiegen oder in die stadtauswärts führende Fahrbahn umdrehen.

    Für ungeübte Radfahrende ist diese Relation also nicht akzeptabel.

    3. Der Einrichtungsradweg auf der Mittelinsel Richtung Norden endet derzeit mit einem Linksabbiegepfeil. Um in die Schmutzergasse zu fahren – was ja die Radroute ist – muss man aber gerade über die Fahrbahn fahren. Hier sollte also ein Geradeaus-Links-Pfeil aufgemalt werden. (siehe Abb. 3)

    4. Dies wird erschwert durch die mangelhafte Wegweisung in diesem Bereich. Der einzige Wegweiser Richtung Schmelz befindet sich auf dem Einbahnschild im östlichen Bereich der Schmutzergasse und ist nur aus Richtung der Fahrbahn zu sehen. Es ist also für Radfahrende die aus Richtung Süden kommen unmöglich zu sehen (siehe Abb. 4). (Erschwerend kommt hinzu, dass das Einbahnschild ein bisschen verdreht zu sein scheint). Hier sollte auf jedenfall ein Wegweiser unter dem Radweg-Ende-Schild angebracht werden.

    5. Die Grünphase der Querung Hütteldorferstraße ist gleichzeitig mit dem FußgängerInnenübergang über die Schanzstraße, Fahrbahn stadtauswärts. Radfahrende rechnen nicht damit, dass hier die FußgängerInnen kreuzen, daher kommt es immer wieder zu Konflikten.

    Es sollte kein Problem sein, die Ampelphase für den MIV Hütteldorfer Straße – Schanzstraße zu verkürzen, da hier wesentlich weniger Verkehr ist als in der Hütteldorfer Straße selbst – die Grünphasen sind gemeinsam und daher exakt gleich lang.

    Man könnte die derzeitige Grünphase der Fahrbahn Hütteldorfer Straße – Schanzstraße zweiteilen: Zuerst die FußgängerInnenquerung über diese Fahrbahn, damit FußgängerInnen die bereits warten mit einem Zug beide Zebrastreifen queren können. Danach könnte der MIV Grün bekommen bis zum Ende der jetzigen Grünphase, damit der MIV abfliessen kann und keinen Rückstau über die Kreuzung mit der Johnstraße verursacht.

    6. Es wäre gut, wenn die Radüberfahrt ein paar Sekunden vor der Schanzstraße grün bekommen könnte, um Konflikte MIV – Radfahrende zu vermeiden.

    7. Bessere Wegweisung. Auf die mangelnde Wegweisung hab ich schon bei Punkt 3. hingewiesen. Um ortsunkundige Radfahrende durch diese Kreuzung zu weisen sollten zumindest noch die folgenden Wegweiser angebracht werden:

    Richtung Schönbrunn:
    * Nach der Querung Hütteldorfer Straße ein Wegweiser nach rechts auf den Radweg.
    * Bei der Kreuzung Hütteldorfer Straße # Schanzstraße nach links in die Sturzgasse.

    Richtung Schmelz:
    * Bei der Kreuzung Hütteldorfer Straße # Schanzstraße nach rechts auf den Radweg.
    * Bei der Radüberfahrt über die Hütteldorfer Straße nach links auf die Radüberfahrt.
    * Beim Ende des Einrichtungsradweges in der Schanzstraße unter dem Radweg Ende ein Wegweiser nach rechts in die Schmutzergasse (siehe Punkt 3).

    8. Nachdem das Benützen der stadteinwärtigen Fahrbahn Schanzstraße nicht tauglich für ungeübte RadfahrerInnen ist (siehe Punkt 2), schlage ich folgende bauliche Änderung vor:

    Den Einrichtungsradweg auf der Mittelinsel umzudrehen, sodass die Route hier jetzt südwärts verläuft. Die nordwärts fahrende Route könnte gleich nach dem FußgängerInnenübergang Schanzstraße stadtauswärts in die Schanzstraße eingeordnet werden, da ja der MIV hier während der Grünphase der Radüberfahrt über die Hütteldorfer Straße sowieso rot hat und daher keine Konflikte entstehen können. (siehe Abb. 4 und Abb. 5)

    Zusätzlich sollte man den FußgängerInnenübergang zwischen den Fahrbahnen Schanzstraße etwas verschwenken, um eine Aufstellfläche für die Radfahrenden zu erhalten. Ein Zebrastreifen in der Konfliktzone RadfahrerInnen und FußgängerInnen ist sicher eine gute Idee.

    Der einzige Nachteil dieser Lösung ist, dass es zu Konflikten zwischen abbiegenden PKW aus der Schanzstraße in die Hütteldorfer Straße stadteinwärts kommen kann (die gibt es derzeit auch schon für die nordwärts fahrenden RadfahrerInnen). Vorgrün für die Radüberfahrt würde diese Problematik reduzieren (siehe Punkt 5).

    Zusammenfassung:
    1. Südwärtsfahrend, muss eine Sperrlinie überfahren werden -> bessere Wegweisung
    2. Südwärtsfahrend, Einordnen auf Schanzstraße nicht akzeptabel
    3. Nordwärtsfahrend, Ausfahrpfeil aus Einrichtungsradweg korrigieren
    4. Nordwärtsfahrend, Wegweiser in die Schmutzergasse fehlt
    5. Nordwärtsfahrend, Konflikte mit FußgängerInnen auf Mittelinsel wegen gleichzeitiger Grünphase -> Ampelphase anpassen.
    6. Nordwärtsfahrend, Vorgrün für Radüberfahrt.
    7. Diverse fehlende Wegweiser.
    8. Alternativplanung: Einrichtungsradweg umdrehen, Mitbenutzen der stadtauswärtigen Fahrbahn, Verschwenken FußgängerInnenübergang Schanzstraße.

    Angehängt finden sie ein PDF mit folgenden Bildern:
    1. Übersichtsplan der Radroute in diesem Bereich, wo die Problemstellen markiert sind.
    2. Foto aus der Schmutzergasse auf die Schanzstraße in Richtung Hütteldorferstraße. Die Sperrlinie ist rechts vorne teilweise erkennbar. (siehe Punkt 1).
    3. Foto vom Einrichtungsradweg in Richtung der Radroute. Der rote Kreis links markiert den Linksabbiegen-Pfeil auf die Schanzstraße (siehe Punkt 3). Der rote Kreis rechts markiert den Wegweiser Richtung Schmelz – der nur von der anderen Seite zu lesen ist (siehe Punkt 4).
    4. Alternative Planung (siehe Punkt 8)
    5. Visualisierung der umgestalteten Mittelinsel: von links hinten kommt der Einrichtungsradweg (der derzeit eben in die umgekehrte Richtung verläuft). Der Radfahrstreifen in die Schanzstraße verschwenkt nach dem Zebrastreifen auf die Fahrbahn. Der FußgängerInnenübergang ist etwas verschwenkt um Aufstellflächen in beide Richtungen zu erhalten, außerdem ein Zebrastreifen für den Konfliktbereich.

    In Kooperation mit der Radlobby Wien enstand ein Dossier zur Radroute.