Haltestellen an der Kreuzung Schloßallee / Penzinger Straße

Für NutzerInnen des öffentlichen Verkehrs ist der Knoten Schloßallee/Penzinger Straße in der Nähe des Technischen Museums ein Krampf. Theoretisch würden hier vier Linien des öffentlichen Verkehrs (10, 10A, 52, 60) kreuzen, aber als Umsteigestation ist er vollkommen ungeeignet:

  • Die Linien 10 und 52 halten nur in einer Fahrtrichtung (10 nur Richtung Gersthof, 52 nur Richtung Baumgarten).
  • Die Linie 10A hält gar nicht, die nächste Stationen sind Linzer Straße bzw. Schloß Schönbrunn – zum Umsteigen zu weit.

Es gibt noch weitere Probleme:

  • Lange Ampelwartezeiten. Unter anderem könnte man die FußgängerInnen-Ampel in der Penzinger Straße auf Grün schalten, während die Straßenbahnen ihre Phase haben.
  • Radverkehr wird teilweise mit Fußwegen gemischt, wenn es überhaupt Radinfrastruktur gibt.
  • Wenn man vom Bahnsteig Linie 10 (Richtung Gersthof) bzw. Linie 60 (Richtung Westbahnhof) in Richtung Mariahilfer Straße / Auer Welsbach Park queren möchte, gibt es keine Aufstellfläche. Im Gegenteil: Man steht der abbiegenden Straßenbahn im Weg.

Lösung

Alle vier Linien sollten an dieser Kreuzung Haltestellen in beiden Fahrtrichtungen bekommen, also 10 Richtung Unter St. Veit und 52 Richtung Westbahnhof, sowie 10A in beide Richtungen.

Idealerweise sollten die Haltestellen nach die Kreuzung verlegt werden. Dann wartet man nämlich immer in der Richtung, in die man fahren möchte. Anders müsste man schauen, auf welchem Bahnsteig die nächste Verbindung in gewünschter Richtung als nächstes abfährt, und entsprechend den Bahnsteig wechseln. Für die Linien Richtung Westbahnhof und Hietzing ist das kein Problem, da diese in Seitenlage verlaufen. Richtung Norden hingegen brauchen 10, 10A und 52 eine Haltestelleninsel. Richtung Süden kann die Linie 10A die Rückseite des früheren Bahnsteigs der Linien 10 Dornbach bzw. 60 Westbahnhof nutzen. Mit einer intelligenten Ampelschaltung und Bevorrangung für den öffentlichen Verkehr entstehen auch keine zusätzlichen Wartezeiten.

Das einzige (realpolitische) Problem sehe ich darin, dass dann für den Kfz-Verkehr nur noch ein Fahrstreifen Richtung Norden zur Verfügung stehen könnte. Den Autobahnknoten-Charakter dieser Gegend halte ich für einen Grund dafür, dass die Johnstraße so verstaut ist. Ein Rückbau an Flächen für den Kfz-Verkehr würde wohl zu einer Entlastung beitragen. Und eine Attraktivierung des 10A sowieso (siehe auch weitere Maßnahmen am 10A).

Erreichbares Gebiet

Die Linien, die hier kreuzen, decken ein ganz schön großes Gebiet im Westen Wiens ab – die Bezirke: 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 sind damit erreichbar.

Ich hab versucht, dies hier darzustellen: Von jedem Punkt in dem hellen Bereich kann jeder andere Punkt im hellen Bereich mit maximal einmaligem Umsteigen bei der Schloßallee / Penzinger Straße erreicht werden (auch wenn es unter Umständen schnellere Alternativen gibt).

Heller Bereich: max. 300m / 5 Minuten Fußweg zur nächsten Station
Mittelgrauer Bereich: max. 600m / 10 Minuten Fußweg zur nächsten Station


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Weitere Ideen

Ich hätte noch weitere Ideen, um die Situation zu verbessern (im dritten Bild dargestellt):

  • Verlängerung 57A via Penzinger Straße: Um das Gebiet zwischen Hadikgasse und Westbahn besser zu erschliessen, sollte die Linie 57A in die Penzinger Straße verlängert werden (derzeitige Endstation: Anschützgasse an der Mariahilfer Straße westlich des Technischen Museums). Dort wird derzeit rege gebaut (z.B. Siemensgründe). Daher wäre eine bessere Erschließung durch öffentlichen Verkehr sinnvoll. Damit käme noch eine fünfte Linie an besagter Kreuzung hinzu.
Weitere Verlängerungen

Einige aktuellen Endstationen der Linien enden knapp vor möglichen ÖV-Knoten. Ich hab in der dritten Plandarstellung diese Knoten als neue Endstationen angegeben.

  • 52 nach Hütteldorf, Bujattigasse (dafür 49 zum Bahnhof Hütteldorf)
  • 57A zum Volkstheater U (darüber wird bereits diskutiert)
  • 10A zum Bahnhof Meidling

Damit ändert sich das erschlossene Gebiet deutlich:


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Referenzen

Bildquelle: basemap.at 2018-09-15, eigene Bearbeitung

Dateien

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